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Wenn sich die Osmanen zum Essen zusammenfanden, nahmen sie auf dem Boden, auf Teppichen und Polstern, Platz. Die Speisen wurden auf großen Tabletts serviert.
Hauptnahrungsmittel des einfachen Volkes waren Weizenbrot und –grütze sowie gekochter Weizen (bulgur). Dazu gab es Joghurt, der als Beilage oder Getränk sehr beliebt war. Die mehrgängigen Menüs der Oberschicht begannen mit einer Suppe. Der Hauptgang bestand aus einem Fleischgericht mit Gemüse und Reis (pilav) oder gefüllten Pasteten (börek). Man aß aus gemeinsamen Schüsseln, einziges Besteck war der Löffel für Suppe und Reis. Dessen Benutzung regelten genaue hygienische Vorschriften: eine Seite führte man an die Lippen, die andere tauchte man ins Essen. Zum Nachtisch gab es Früchte, Gebäck (baklava) oder andere Süßspeisen (z.B. helva), für die man eine große Leidenschaft hegte. Anschließend reichte man Kaffee oder Tee, Importe aus dem Jemen und China.
Am Sultanshof, wo der Sultan bei Banketten zahlreiche Gäste verköstigte, ersonnen in den Palastküchen über 1000 Köche raffinierte Rezepte. Luxuriöse Gerichte waren mit Pfeffer, Paprika, Nelken oder Safran gewürzt. Zwischendurch naschte man bonbonähnliches Zuckerkonfekt mit Zimt- oder Anisgeschmack. Extravagant waren auch die Getränke: Wasser mit Rosenessenz, Scherbett und - trotz des religiösen Verbots - auch Wein.
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