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Der Islam (arab. Hingabe an Gott) ist, wie das Christen- und das Judentum, eine monotheistische Offenbarungsreligion. Er war der staatstragende Glaube im Osmanischen Reich, und noch heute sind mehr als 1/5 der Weltbevölkerung Muslime. Der Ursprung des vor allem in Südosteuropa, Afrika und Asien verbreiteten Glaubens lag auf der arabischen Halbinsel. Dort wurde er vom Propheten Muhammad (570-632) verkündet, dem der Erzengel Gabriel bei Mekka und Medina die göttliche Botschaft offenbart hatte. Ihr Kernpunkt ist der bedingungslose Glaube an Allah, den einen Gott, den gerechten, liebenden und wahrhaftigen Schöpfer aller Dinge.
Das heilige Buch der Muslime ist der in arabischer Sprache verfasste Koran, der aus 114 Suren (Abschnitten) besteht. Er ist Glaubenslehre, Pflichtenkodex und Verhaltensregel zugleich. Seine Richtlinien durchdringen das gesamte öffentliche und private Leben und regeln die weltlichen ebenso wie die geistlichen Belange der islamischen Gemeinschaft. Die prachtvollen Koranabschriften sind Zeugnisse muslimischer Frömmigkeit ebenso wie Gebetbücher und volkstümliche Amulette mit religiösen Texten.
Für jeden Muslim gelten fünf Pflichten, die sog. "Säulen des Islam“. Diese sind das öffentliche Glaubensbekenntnis, das rituelle Pflichtgebet, das fünfmal täglich zu verrichten ist, die Almosensteuer und das Fasten im Monat Ramadan. Auch die Wallfahrt nach Mekka und dem Heiligtum der Ka‘ba sollte jeder Gläubige einmal im Leben unternehmen.
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