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şahid
Angestellter der deşişe-Stiftung (deşişe = porridge). Süleyman der Prächtige begründete 1540 durch den Zusammenschluss frommer Stiftungen die sogenannte deşişe-Stiftung, die für die Nahrungsmittelversorgung der heiligen Städte Mekka und Medina zuständig war.
şahname [schahname]
"Königsbuch"; in Versen oder Prosa in emphatischem Stil verfasste Chronik, die Ereignisse aus dem Leben eines Herrschers in rühmender Form thematisiert.
şeriat-ı şerif [Scharia, shari'a, şeriat]
Religionsgesetz. Das islamische Recht, das die Beziehungen der Menschen untereinander und zu Gott regelt.
şerif
Nachkommen Muhammads, Abkömmlinge des Prophetenenkels Hasan.
şeyh [Scheich]
Geistliches Oberhaupt, geistlicher Ratgeber, Titel für die im geistigen und geistlichen Leben führenden Personen; auch Oberhaupt bei arabischen Beduinenstämmen und bei den osmanischen Zünften.
şeyhülislam [Scheichülislam, Şey hülislam]
Oberster Würdenträger jenes Teils der osmanischen Verwaltung, der das Religions-, Rechts- und Erziehungswesen umfasste (ilmiye), erster Mufti.
(S) [s-Richtung]
Die linksschräge Drehung eines Fadens bzw. Zwirnung eines Garnes, die in der Spirale linksschräg aufsteigende Umwicklung einer Seele. Die Benennung der Richtung der Fadendrehung stammt von der Diagonale des Buchstabens, die beim s von rechts unten nach links oben verläuft.
(Z) [z-Richtung]
Die rechtsschräge Drehung eines Fadens bzw. Zwirnung eines Garnes, die in der Spirale rechtsschräg aufsteigende Umwicklung einer Seele. Die Benennung der Richtung der Fadendrehung stammt von der Diagonale des Buchstabens, die beim z von links unten nach rechts oben verläuft.
ağa [Aga, Ağas]
Titel osmanischer Würdenträger außerhalb des juristisch-theologischen Bereiches, von Offizieren und Beamten unterschiedlichen Ranges im osmanischen Staats-, Militär- und Hofdienst, auch Titel der Eunuchen.
aşık
"Liebende Gottes"; Bezeichnung, mit der sich die "uzan", die fahrenden Volkssänger, benannten. Der Begriff findet auch Verwendung für die von ihnen vorgetragene, religiös- volkstümlicher Dichtung.
acemi oğlan
Rekruten, Anwärter aus der Knabenlese.
akıncı
(osm.-türk. Stürmer, Sturmreiter), Angehöriger einer leichten Reitertruppe. In Europa war diese irreguläre, also unbesoldete und daher auch auf Beute angewiesene Kavallerieeinheit, die zu Aufklärungszwecken eingesetzt wurde, aber nicht selten auch organisierte Raubzüge unternahm, als "Renner und Brenner" gefürchtet.
Anlegetechnik [Anlege- (technik)]
Gegensatz: Gestochene Arbeit. Bei dieser vor allem in der Metallstickerei üblichen Technik durchstechen die Metallfäden nicht den Grundstoff, sondern werden auf ihm "angelegt" und durch Überfangstiche aus geschmeidigerem und billigerem Material - meist Seide, Baumwolle oder Leinen - festgeheftet.
Applikation [Aufnäharbeit, Applikationen]
Das Muster besteht hier aus Stoffflecken (auch Lederflecken), deren Ränder mit Stichen auf dem Grundstoff befestigt und meist noch durch Zierstiche oder gelegte Schnüre besonders geschmückt werden. Zu unterscheiden von der Tuchmosaikarbeit.
Arabeske [Gabelblattranke, rumi, Arabesken, rumī, Rumi-Stil]
Das typische Ornament der islamischen Kunst. Von vegetabilischem Charakter, seine beiden untrennbar miteinander verwachsenen Elemente, das gegabelte oder gespaltene Blatt und die gebogene Ranke, sind jedoch der Naturform weitgehend entkleidet. Unglaublich wandlungsfähig sowohl im Hinblick auf Blatt- und Rankenformen wie auf Verflechtung, Verschlingung oder Durchdringung der Rankengebilde. Ob in kleinem oder großem Rahmen: die Gabelblattranke ist immer flächenfüllend, ihre Bewegung von gleichmäßigem harmonischem Rhythmus bestimmt. Sie nimmt auch Kartuschenformen, Flechtwerk, Wolkenbänder in ihre Kompositionen auf.
Arabische Technik
Eine Stickform, die sich zur Füllung großer unschattierter Flächen eignet. Sie besteht aus einer Grundlage von Plattstichen, die auf der Rückseite nur an den Rändern erscheinen, einem darüber gelegten Spannfädennetz, das mit Überfangstichen fixiert ist, und einer Begrenzung durch farbig abstechende Konturen.
Asper [akçe]
Kleine Silbermünze, die wichtigste Einheit der osmanischen Währung.
Atlas
Gewebe in Atlasbindung, das auf einer Seite (einfacher Atlas) oder auf beiden Seiten (doppelter Atlas) eine glatte Fläche aufweist, die von der Kette (Kettatlas) oder vom Schuss (Schussatlas) gebildet wird.
Atlasbindung
Der Bindungsrapport besteht aus mindestens 5 Kett- und 5 Schussfäden. Jeder schuss flottet über mindestens 4 Kettfäden und bindet unter einem Kettfaden (Schussatlas) bzw. flottet unter mindestens 4 Kettfäden und bindet über einen Kettfaden (Kettatlas). Die Bindungspunkte berühren sich nicht.
azep
"Unverheirateter", eine Art Reiter- und Fußtruppe im osmanischen Heer.


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